Weiterbildung Elektrotechnik: Schulungen, Seminare & Lehrgänge

Ob eintägige Unterweisung, Elektro-Schulung für Nichtelektriker oder die komplette Qualifizierung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten: Unsere Seminare vermitteln praxisnah, was Handwerker, Instandhalter und Elektrofachkräfte im Betriebsalltag wirklich brauchen – vom Erkennen elektrischer Gefahren bis zur fachgerechten Prüfung nach DGUV Vorschrift 3.

Unsere Schulungen im Überblick

Du entscheidest, wie du lernst: als Präsenzseminar an unserem Standort in Freyburg (Unstrut), als Inhouse-Schulung direkt in deinem Betrieb oder flexibel online über die ASM-Lernwelt. Die EFKffT-Ausbildung kombiniert Theorie im E-Learning mit einem branchenspezifischen Praxisteil, und beide Bausteine sind auch einzeln buchbar. Die EuP-Schulung bieten wir zudem auf Englisch an.

Seminarsuche:

Elektrotechnik
Inhouse oder Freyburg
1 Tag
360,00 €
EuP Elektrotechnisch unterwiesene Person Jahresunterweisung DGUV Vorschrift 1
Elektrotechnik
Inhouse oder Freyburg
1 Tag
260,00 €
Elektrotechnik
Inhouse oder Freyburg
1 Tag
260,00 €
Elektrotechnik
Inhouse oder Freyburg
1 Tag
260,00 €
Elektrotechnik
Inhouse oder Freyburg
3 Tage
1.500,00 €
Elektrotechnik
Inhouse oder Freyburg
3 Tage
1.500,00 €
Elektrotechnik
Inhouse oder Freyburg
3 Tage
1.500,00 €
Elektrotechnik
Inhouse oder Freyburg
5 Tage
1.500,00 €
Elektrotechnik
Inhouse oder Freyburg
10 Tage
2.400,00 €
Elektrotechnik
Online und Freyburg
10 Tage
2.990,00 €
EfKffT - Theorie E-Learning - 3019
Elektrotechnik
Online
7 Tage (flexibel buchbar)
1.800,00 €
EfKffT - Praxis-3021
Elektrotechnik
Freyburg
3 Tage (flexibel buchbar)
1.200,00 €

Unser Seminar­programm

Unsere Lehrgänge in der Elektrotechnik decken jede Qualifikationsstufe ab. Wer nur gelegentlich mit elektrischen Betriebsmitteln zu tun hat, startet mit der Ausbildung zur elektrotechnisch unterwiesenen Person (EuP). Wer als Handwerker selbst Geräte anschließen und Leitungen verlegen möchte, qualifiziert sich in 80 Stunden zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT). Für ausgebildete Elektrofachkräfte bieten wir Schulungen zur Prüfung ortsfester Anlagen und ortsveränderlicher Betriebsmittel, die Ausbildung zur Blitzschutzfachkraft sowie mehrtägige Lehrgänge zur Automatisierung mit Simatic S7 und TIA Portal.

Regelmäßige Schulungen in der Elektrotechnik sind nicht nur durch DGUV Vorschrift 3 und das Arbeitsschutzgesetz vorgeschrieben. Sie schützen vor Stromunfällen und Bränden, verhindern teure Anlagenausfälle und geben dir Rechtssicherheit gegenüber Berufsgenossenschaft und Versicherung. Als TÜV Rheinland-zertifizierter Bildungsträger begleiten wir dich von der ersten Beratung bis zum Abschlussnachweis.

Warum Elektro-Schulungen gesetzlich vorgeschrieben sind

Elektrische Arbeiten gehören zu den Tätigkeiten mit dem höchsten Gefährdungspotenzial im Betrieb. Deshalb legen Unfallverhütungsvorschriften und staatliches Arbeitsschutzrecht genau fest, wer an elektrischen Anlagen arbeiten darf, wie Beschäftigte zu unterweisen sind und wer Prüfungen durchführen darf. Die zentralen Rechtsgrundlagen im Überblick:

Qualifikation – DGUV Vorschrift 3 & DGUV Grundsatz 303-001

Nach DGUV Vorschrift 3 darf der Unternehmer elektrische Anlagen und Betriebsmittel nur von einer Elektrofachkraft oder unter deren Leitung und Aufsicht errichten, ändern und instand halten lassen. Für Beschäftigte aus nicht elektrotechnischen Berufen gibt es mit der Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten eine eigene Qualifikationsstufe. Die Anforderungen an deren Ausbildung regelt der DGUV Grundsatz 303-001: eine abgeschlossene Berufsausbildung als Voraussetzung, mindestens 80 Stunden Theorie und Praxis sowie eine abschließende Prüfung.

Unterweisungspflicht – § 12 ArbSchG & § 4 DGUV Vorschrift 1

Jeder Arbeitgeber muss seine Beschäftigten über die Gefährdungen an ihrem Arbeitsplatz unterweisen – vor Aufnahme der Tätigkeit und danach mindestens einmal jährlich, schriftlich dokumentiert. Für elektrotechnisch unterwiesene Personen, EFKffT und Elektrofachkräfte bedeutet das: Sicherheitsregeln, Schutzmaßnahmen und aktuelle Normänderungen müssen regelmäßig aufgefrischt werden. Unsere jährlichen Unterweisungen sind genau auf die jeweilige Qualifikationsstufe zugeschnitten.

Prüfpflichten – DGUV Vorschrift 3, BetrSichV & TRBS 1203

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel müssen vor der ersten Inbetriebnahme, nach Änderungen und Instandsetzungen sowie in regelmäßigen Abständen geprüft werden. Die Fristen legt der Arbeitgeber auf Basis der Gefährdungsbeurteilung fest. Als Richtwerte gelten 6 bis 24 Monate für ortsveränderliche Geräte und 4 Jahre für ortsfeste Anlagen. Prüfen darf nur, wer als befähigte Person im Sinne der TRBS 1203 die nötige Fachkunde besitzt.

Die DGUV hat im Juli 2026 angekündigt, die Vorschriften 3 und 4 zu überarbeiten und die Prüfpflichten stärker am tatsächlichen Risiko auszurichten. Bis eine Neufassung in Kraft tritt, gelten die bisherigen Anforderungen und Fristen unverändert weiter. In unseren Seminaren halten wir dich über den Stand der Reform auf dem Laufenden.

EuP, EFKffT oder Elektrofachkraft: Welche Qualifikation brauchst du?

Welche Weiterbildung in der Elektrotechnik die richtige ist, hängt davon ab, was du im Betrieb tun sollst.

EuP Elektrotechnisch unterwiesene Person Jahresunterweisung DGUV Vorschrift 1

Die EuP wird von einer Elektrofachkraft über ihre Aufgaben, die möglichen Gefahren und die notwendigen Schutzmaßnahmen unterrichtet. Sie arbeitet ausschließlich unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft, etwa beim Bedienen von Anlagen oder beim Wechseln von Sicherungen. Eine elektrotechnische Ausbildung ist nicht nötig, die Schulung dauert einen Tag.

Typisch für: technisch ausgebildete Mitarbeitende in Produktion, Lager und Werkstatt, die regelmäßig mit elektrischen Betriebsmitteln umgehen, ohne selbst daran zu arbeiten.

Die EFKffT ist die klassische Elektro-Schulung für Nichtelektriker mit handwerklicher oder technischer Berufsausbildung. Nach der 80-stündigen Ausbildung und der schriftlichen Bestellung durch den Arbeitgeber darf sie gleichartige, sich wiederholende und vorab festgelegte elektrotechnische Arbeiten eigenverantwortlich ausführen. Den Praxisteil wählst du passend zu deinem Gewerk.

Typisch für: Küchen- und Möbelmonteure, die Elektroherde anschließen, Heizungsbauer bei der elektrischen Inbetriebnahme, Metallbauer an Tor- und Türsteuerungen, Hausmeister und Gebäudeservice, Land- und Baumaschinentechniker sowie Industriemechaniker und Instandhalter, die Motoren und Pumpen tauschen.

Elektrofachkräfte verfügen über eine elektrotechnische Berufsausbildung, Erfahrung und Kenntnis der einschlägigen Normen. Sie tragen die Fachverantwortung für elektrische Anlagen. Unsere Schulungen für Elektrofachkräfte gehen über die jährliche Pflichtunterweisung hinaus und vertiefen gezielt einzelne Aufgabenfelder: das Prüfen ortsfester Anlagen und ortsveränderlicher Betriebsmittel nach DIN VDE, den äußeren und inneren Blitzschutz sowie Lehrgänge zur Automatisierung mit Simatic S7 und TIA Portal.

Typisch für: Elektroniker und Elektrotechniker in Instandhaltung, Betriebstechnik und Prüfdienst sowie Verantwortliche, die Prüfungen künftig im eigenen Haus durchführen möchten.

Warum sich Schulungen in der Elektrotechnik für dein Unternehmen auszahlen

Strom ist unsichtbar – und gerade deshalb unterschätzt. Rund 2.500 Arbeitsunfälle mit elektrischem Strom melden Betriebe den Unfallversicherungsträgern jedes Jahr, einige davon mit tödlichem Ausgang. Auffällig ist, wo die Fehler passieren: Die meisten Stromunfälle entstehen, weil grundlegende Sicherheitsregeln wie das Freischalten oder das Feststellen der Spannungsfreiheit missachtet werden. Genau hier setzen gute Elektro-Schulungen an.

Weniger Stromunfälle und Brände

Wer die fünf Sicherheitsregeln verinnerlicht hat und Gefahren sicher erkennt, verhindert Unfälle, bevor sie passieren. Regelmäßig geprüfte Geräte und Anlagen senken zudem das Risiko von Kurzschlüssen und Elektrobränden.

Rechtssicherheit und Haftungsschutz

Nach einem Unfall prüfen Berufsgenossenschaft und Versicherung, ob Beschäftigte ausreichend qualifiziert und unterwiesen waren. Mit dokumentierten Nachweisen unserer Schulungen bist du auf der sicheren Seite.

Mehr Leistung aus einer Hand

Mit einer EFKffT im Team erledigen Handwerksbetriebe elektrische Anschlussarbeiten im eigenen Gewerk selbst, statt für jede Kleinigkeit einen Elektriker zu beauftragen. Das spart Zeit, Abstimmungsaufwand und Kosten – und Kunden bekommen die komplette Leistung aus einer Hand.

Prüfungen im eigenen Haus

Wer eigene Mitarbeitende für die Prüfung ortsveränderlicher Betriebsmittel qualifiziert, plant Prüftermine flexibel, vermeidet Stillstände und bleibt unabhängig von externen Dienstleistern. Mit einer gezielten Weiterbildung in der Elektrotechnik baust du diese Kompetenzen Schritt für Schritt auf – für einzelne Mitarbeitende oder dein gesamtes Team.

FAQ

Ja. Wer keine elektrotechnische Ausbildung hat, im Beruf aber elektrische Geräte anschließen oder einfache elektrische Arbeiten ausführen muss, kann sich zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten qualifizieren. Voraussetzung ist eine abgeschlossene handwerkliche oder technische Berufsausbildung oder eine gleichwertige Tätigkeit. Für Tätigkeiten unter Aufsicht einer Elektrofachkraft reicht die eintägige EuP-Schulung.

Die EuP arbeitet ausschließlich unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft. Die EFKffT führt nach Ausbildung und schriftlicher Bestellung festgelegte, wiederkehrende Tätigkeiten in ihrem Fachgebiet eigenverantwortlich aus. Die Elektrofachkraft hat eine vollständige elektrotechnische Ausbildung und trägt die umfassende Fachverantwortung für elektrische Anlagen.

Die Kosten hängen von Umfang und Format ab. Die aktuellen Preise findest du immer in unserer Übersicht. Für Inhouse-Schulungen erstellen wir dir ein individuelles Angebot.

Nach DGUV Vorschrift 1 muss die Unterweisung mindestens einmal jährlich stattfinden und dokumentiert werden. Das gilt für elektrotechnisch unterwiesene Personen ebenso wie für EFKffT und Elektrofachkräfte. Unsere eintägigen Jahresunterweisungen decken diese Pflicht ab.

Ortsfeste Anlagen dürfen ausschließlich Elektrofachkräfte prüfen. Ortsveränderliche Betriebsmittel prüft ebenfalls eine Elektrofachkraft; eine EuP darf dies nur unter deren Leitung und Aufsicht und mit geeigneten Messgeräten. Eine EFKffT darf prüfen, wenn diese Prüfung Teil ihrer Ausbildung und ihrer festgelegten Tätigkeiten ist. Wie die Prüfung fachgerecht abläuft, lernst du in unseren Prüfseminaren.

Aktuell nicht. Die DGUV hat im Juli 2026 angekündigt, die Vorschriften 3 und 4 zusammenzuführen und die Prüfpflichten risikoorientierter zu gestalten. Einen Zeitplan gibt es bislang nicht. Bis eine Neufassung in Kraft tritt, gelten alle bisherigen Anforderungen und Prüffristen unverändert.

Ja. Die EFKffT-Ausbildung gibt es als Präsenzlehrgang, als Hybrid-Lehrgang mit Online-Theorie und Praxis in Freyburg sowie mit einzeln buchbaren Theorie- und Praxisteilen. Die meisten eintägigen Seminare bieten wir in Freyburg oder als Inhouse-Schulung in deinem Unternehmen an – ideal, wenn du mehrere Mitarbeitende gleichzeitig schulen möchtest.

Ja. Nach jeder Schulung erhältst du einen dokumentierten Nachweis, den du gegenüber Berufsgenossenschaft, Behörden und Versicherungen vorlegen kannst. Die EFKffT-Ausbildung schließt mit einer Prüfung und einem Zertifikat ab. Die ASM Akademie ist zudem vom TÜV Rheinland zertifiziert.

Weitere SchulungsBereiche

Von Brandschutz bis zum Arbeitsschutz, unsere Seminare decken ein breites Spektrum an Themen ab.

Noch Fragen?

Wir beraten dich persönlich.

Du bist unsicher, welche Stufe dein Team braucht? Wir schauen uns deine Tätigkeiten an und empfehlen dir die passende Qualifikation. Unternehmen, die mehrere Mitarbeitende gleichzeitig schulen möchten, buchen unsere Seminare auch als Inhouse-Schulung direkt vor Ort.

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